Die "Fenster Methode"

Wird ein Bild in der "Fenster Methode" hergestellt, bedeutet das, dass man mit einem Blatt Furnier anfängt und dann darauf ein Stück markiert, das ausgeschnitten wird. Dann sucht man sich ein Furnier aus, das in das entstandene Loch eingefügt werden soll und legt dieses hinter das Loch bzw. Fenster. Durch das Fenster wird das unten liegende Furnier nun am Rand entlang mit der Messerspitze markiert. Dann trennt man die Furniere und schneidet das nun markierte Stück Furnier frei, prüft, ob es auch ins Fenster passt (wenn nicht, muss man den Prozess wieder von vorne beginnen).

Wenn es passt, wird Holzleim am Rand des Fensters verteilt und das Stück wird eingefügt. Daraufhin muss das dann unter einem flachen Brettchen mit ca. 2-4 kg Gewicht für ein paar Minuten flach gehalten werden, bis der Leim ausgetrocknet ist, sonst wölbt sich das Bild, was später Probleme machen kann. So wird das Bild Stück für Stück zusammengestellt, bis es fertig ist.

Wenn es fertig ist, wird die Seite, welche aufgeklebt wird, geschmirgelt, bis sie 100% flach ist. Dann nimmt man sein Brettchen Holz, furniert die Rückseite und die Seiten mit einfachem Furnierholz und dann die Vorderseite mit dem Bild. Das Bild sollte für mindestens 60-90 Minuten gepresst werden. Anschließend lässt man es für mindestens 24 Stunden Austrocknen bevor man es schmirgelt. Danach wird es lackiert und bleibt für ca. 4-5 Wochen stehen um den Lack in die Maserung sinken zu lassen. Danach lackiert man das Bild, bis der Lack flach ist. Dann bringt man einen Aufhängemechanismus an (z.B. zwei Schrauben mit etwas Schnur) und das Bild ist fertig.